Rechtsanwalt Karlsruhe

RECHTSANWALT IN KARLSRUHE FINDEN

Karlsruhe ist eine Metropole am Niederrhein, die im 18. Jahrhundert als eine der ersten modernen deutschen Städte entstanden ist. Im 19. Jahrhundert schlug sich dies zunächst im sehr fortschrittlichen Verfassungsrecht des Landes Baden nieder. Heute ist Karlsruhe ein moderner Wissenschafts- und Technologiestandort und mit dem Bundesverfassungsgericht, dem Bundesgerichtshof und zahlreichen weiteren Gerichten eine Stadt des Rechts. Einen kompetenten Rechtsanwalt in Karlsruhe zu finden, ist aufgrund der hohen Zahl niedergelassener Anwälte mit Expertisen in vielen unterschiedlichen Rechtsgebieten ausgesprochen einfach.

Karlsruhe – Metropole am Oberrhein

Mit rund 300.000 Einwohnern ist Karlsruhe die zweitgrößte Stadt in Baden-Württemberg. Gegründet wurde sie erst im Jahr 1715, da sich Karl Wilhelm, der Markgraf von Baden-Durchlach, statt der mittelalterlichen Enge seiner bisherigen Residenz eine nach damaligen Maßstäben moderne Metropole wünschte. Nach den Plänen Karl Wilhelms entstand die einzigartige Architektur der Stadt: Karlsruhe trägt den Beinamen einer „Fächerstadt“, da vom Schloss aus etwa 30 Alleen in alle Himmelsrichtungen verlaufen. Heute ist Karlsruhe ein moderner Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort mit hoher Lebensqualität. Unter den insgesamt neun Hochschulen der Stadt nimmt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine herausragende Stellung ein. Inzwischen ist Karlsruhe eines der wichtigsten Innovationszentren für Informations- und Kommunikationstechnologien in Europa. International bekannt ist auch das Karlsruher Zentrum für Kunst und Medien, das mit seinen Museen und Forschungsinstituten an der Schnittstelle von moderner Kunst und Wissenschaft agiert. Die Vorwahl von Karlsruhe ist 0721. Postleitzahlen sind: 76131, 76135, 76139, 76185, 76189, 76227, 76229, 76133, 76137, 76149, 76187, 76199 und 76228.

Wiege der deutschen Demokratie und Stadt des Rechts

Für die Entwicklung der Demokratie und eines modernen Rechtssystems in Deutschland besitzt Karlsruhe herausragende Bedeutung. Der in Karlsruhe ansässige Badische Landtag begründete im 19. Jahrhundert eine parlamentarische Tradition, die in den deutschen Ländern damals ihresgleichen suchte. Er wurde zum direkten Vorbild der ersten gesamtdeutschen Nationalversammlung, die im Mi 1848 gegründet wurde und in der Paulskirche in Frankfurt tagte. Der Sitz des badischen Parlaments im Karlsruher Ständehaus wird deshalb bis heute als „Wiege der deutschen Demokratie“ bezeichnet. Die Arbeitsgrundlage des Parlaments in Karlsruhe bildete die 1818 in Kraft getretene Badische Verfassung, die seinerzeit das modernste und fortschrittlichste Grundgesetz in Deutschland war. Sie trug Modellcharakter, indem sie die Normen und bürgerlichen Grundrechte für eine freiheitliche Gesellschaft formulierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Karlsruhe endgültig zur Stadt des Rechts. Mit dem Bundesverfassungsgericht und dem Bundesgerichtshof haben in Karlsruhe seit 1959/1951 die höchsten Justizorgane der Bundesrepublik Deutschland ihren Sitz.

Das Bundesverfassungsgericht ist das höchste Gericht in Deutschland. Seinen zwei Senaten gehören jeweils acht Richterinnen und Richter an, die nur auf Antrag tätig werden. In ihre Entscheidungskompetenz fallen alle juristischen Fragen, die in einer unmittelbaren Verbindung zu verfassungsrechtlichen Belangen stehen. Hierzu gehören beispielsweise Entscheidungen über Verfassungsbeschwerden, die Klärung der Zuständigkeiten von Bund und Ländern, Normenkontrollverfahren, die Überprüfung der Rechtmäßigkeit von Wahlen und Verbote verfassungsfeindlicher Organisationen und Parteien. Der Bundesgerichtshof ist das oberste Gericht der Bundesrepublik in den Bereichen des Zivil- und Strafrechts. Er besteht aus zahlreichen Senaten, die sich jeweils speziellen Rechtsgebieten widmen. Die Aufgabe des Bundesgerichtshofs besteht darin, die Rechtseinheit der Bundesrepublik zu wahren und grundsätzliche Rechtsfragen zu klären, indem es die Urteile der Instanzgerichte auf Rechtsfehler überprüft. Zwar tragen die Urteile des Bundesgerichtshofs nur in Einzelfällen bindenden Charakter, jedoch folgen die Amts-, Landes- und Oberlandesgerichte fast ausnahmslos der Rechtsauffassung der Bundesrichter.

Daneben gibt es in der Stadt zahlreiche weitere Gerichte, zu denen das Oberlandesgericht und das Landgericht Karlsruhe sowie verschiedene Amtsgerichte zählen. Interessierten Bürgern bietet die Stadt Karlsruhe die Möglichkeit, das Bundesverfassungsgericht und den Bundesgerichtshof im Rahmen geführter Touren zu besuchen.

Rechtsanwälte in Karlsruhe

In Karlsruhe haben nicht nur viele Gerichte, sondern auch viele Rechtsanwälte ihren Sitz. Am 01. Januar 2017 wies die Bundesanwaltskammer für die Stadt insgesamt 4.624 zugelassene Rechtsanwälte, darunter 1.577 Anwältinnen, aus. Hinzu kamen sieben Rechtsanwältinnen und 36 Rechtsanwälte, die am Bundesgerichtshof tätig waren. Zum Vergleich: Im gesamten Bundesland Sachsen waren 4.712 Anwälte zugelassen, in ganz Thüringen waren nur 1.972 Rechtsanwälte registriert.

Mehr als 1.600 der Karlsruher Anwälte verfügten Anfang 2017 über mindestens einen Fachanwaltstitel.
Ein Rechtsanwalt, der den Titel eines Fachanwalts führen darf, muss in einem oder mehreren Rechtsgebieten vertiefte theoretische Kenntnisse nachweisen – derzeit kommen hierfür 21 verschiedene Rechtsgebiete in Frage. Vor der Zulassung als Fachanwalt muss ein Anwalt mindestens 120 Fortbildungsstunden und mehrere Klausuren in seinem Spezialgebiet absolvieren. Zudem muss er nachweisen, dass er eine bestimmte Anzahl von Fällen in diesem Rechtsgebiet bearbeitet hat. Im Steuerrecht werden mindestens 50 Fälle abgefordert, im Verkehrsrecht müssen es sogar 150 Fälle sein. Auch nach der Fachanwaltszulassung bleiben regelmäßige Fortbildungen für einen solchen Anwalt Pflicht. Ein Rechtsanwalt darf maximal drei Fachanwaltstitel führen. In Karlsruhe verfügen 254 Anwälte über zwei dieser Spezialisierungen, 27 sind in drei Rechtsgebieten als Fachanwälte tätig.

In welchen Rechtsgebieten sind Karlsruher Rechtsanwälte tätig?

Das deutsche Recht untergliedert sich zunächst in drei übergreifende juristische Bereiche: Das öffentliche Recht regelt das Verhältnis zwischen Staat und Bürgern in einem Spektrum von Verfassungs- bis Sozialrecht. Im Zivilrecht geht es um die juristisch relevanten Beziehungen der Bürger untereinander, hierunter fallen beispielsweise das Wirtschafts-, Miet- oder Familienrecht. Durch das Strafrecht realisiert der Staat seinen Anspruch auf die Ahnung von Straftaten wie Diebstahl, Körperverletzung, Betrug oder Beleidigung. Strafrechtliche Urteile kombinieren Erziehung, Prävention und die Sühne einer Tat. Auf einen Strafprozess folgt häufig auch ein zivilrechtliches Verfahren, in dem die Geschädigten Schadenersatzansprüche geltend machen können. Diese drei großen Rechtsbereiche sind in zahlreiche spezielle Rechtsgebiete unterteilt, die thematisch jeweils auf einheitlichen Rechtsquellen beruhen.

Die Karlsruher Rechtsanwälte und Fachanwälte sind naturgemäß in einem sehr breiten Spektrum von Rechtsgebieten tätig. Hierzu gehören beispielsweise:

Wann ist ein Rechtsanwalt nötig?

Ein Rechtsanwalt muss grundsätzlich eine Ausbildung zum Volljuristen absolvieren. Hierzu gehören das erste Staatsexamen sowie ein Referendariat, das mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen ist. Die inzwischen ebenfalls verbreiteten juristischen Bachelor- und Masterstudiengänge qualifizieren dagegen nicht zu einer Tätigkeit als Anwalt. Die Zulassung freier Rechtsanwälte erfolgt durch die Anwaltskammer des Gerichtsbezirks, in dem sie sich niederlassen wollen. Ein zugelassener Rechtsanwalt besitzt nicht nur das Recht, seine eigene Kanzlei zu betreiben, sondern kann auch ins Richteramt berufen werden.

Vom Grundsatz her sieht das deutsche Recht zwar vor, dass sich Bürger und Institutionen in einigen Rechtsbereichen und vor allem in erstinstanzlichen Verfahren auch ohne Anwalt vor Gericht vertreten können – in der Praxis stoßen juristische Laien hierbei jedoch schnell an ihre Grenzen. Zudem werden Rechtsanwälte nicht nur vor den Gerichten, sondern auch in vielen anderen Bereichen für ihre Mandanten tätig. Ein Rechtsanwalt bringt seine juristische Expertise in zahlreichen Bereichen ein. Hierzu gehören:

– Beratung von Mandanten in rechtlichen Angelegenheiten
– Rechtsgestaltung von Verträgen und Geschäften, gegebenenfalls auch steuerliche Beratung und Vertretung
– Vertretung in Gerichtsverfahren
– Verfahrenshilfe in Prozessen
– Außergerichtliche Durchsetzung von Rechtsansprüchen und Forderungen
– Abschluss außergerichtlicher Vergleiche
– Abwicklung von versicherungsrechtlichen Fällen oder Erbschaftsangelegenheiten
– Klärung verwaltungsrechtlicher Sachverhalte
– Übernehmen von Mediationsaufgaben zwischen verschiedenen Parteien.

Optimal ist, wenn sich Bürger, die mit rechtlichen Auseinandersetzungen rechnen, so früh wie möglich mit einem kompetenten Rechtsanwalt in Verbindung setzen. Ob sie sich dabei für einen Generalisten oder für einen fachlich spezialisierten Anwalt entscheiden, richtet sich nach der Angelegenheit, in der sie juristischen Beistand suchen. Erfahrungsgemäß kann ein Rechtsanwalt oft die Eskalation juristisch relevanter Konflikte und damit auch einen Gerichtsprozess verhindert. In Karlsruhe stehen Rat- und Hilfesuchenden zahlreiche Rechtsanwälte mit unterschiedlichen Spezialisierungen und Expertisen zur Verfügung. Ihren persönlich optimalen Rechtsanwalt in Karlsruhe finden sie in der digitalen Ära schnell und unkompliziert mit Hilfe einer Internetrecherche.